KölnRheinRuhr - Olympia wird Stadt

Stadtentwicklung,
Köln

    Im Rahmen der Bewerbung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Region KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele entwickelte planquadrat gemeinsam mit geskes.hack Landschaftsarchitekten und der Lindschulte Ingenieursgesellschaft ein Konzept für ein Leichtathletikstadion sowie ein Olympisches und Paralympisches Dorf im Kölner Norden. Ausgangspunkt ist die Idee, die Spiele nicht als temporäres Großereignis, sondern als Impulsgeber für eine langfristige und nachhaltige Stadtentwicklung zu verstehen.

    Inspiriert von historischen europäischen Stadträumen, die aus ehemaligen Sportstätten hervorgegangen sind, bildet das Stadion mit rund 50.000 Plätzen den räumlichen und identitätsstiftenden Nukleus eines neuen Stadtquartiers. Auf den Entwicklungsflächen rund um Chorweiler und Kreuzfeld kann so ein neuer Stadtraum entstehen, der Wohnen, Sport, Bildung, Forschung, Freizeit und Freiräume miteinander verbindet. Nach den Spielen wird das Stadion schrittweise weiterentwickelt und in ein urbanes Zentrum integriert. Gemeinsam mit dem Olympischen und Paralympischen Dorf können bis zu 5.000 Wohneinheiten für rund 10.000 Menschen entstehen. Bereits während der olympischen Nutzung werden zentrale Infrastrukturen des späteren Quartiers wie Schulen, Kitas, medizinische Versorgung, Sportangebote, Grünflächen und Nahversorgung mitgedacht.

    Das Konzept basiert auf modularer Bauweise und einem konsequenten Cradle-to-Cradle-Ansatz. Klimaangepasste Freiraum- und Landschaftsplanung sowie nachhaltige Energie- und Mobilitätskonzepte schaffen langfristige Mehrwerte für Erholung, ökologische Resilienz und Stadtklima. Durch die Verbindung von Sportinfrastruktur, Ressourcenschonung und Stadtentwicklung entsteht ein dauerhaft nutzbares Quartier und ein Modell für eine neue Generation olympischer und paralympischer Infrastruktur.

    „Mit unserer Vision für das Leichtathletikstadion im Rahmen der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Nordrhein-Westfalen verbinden wir die Kraft des Sports mit der Zukunft des Bauens – denn in beiden Bereichen geht es heute um Nachhaltigkeit. Wir schaffen nicht nur eine Sportstätte. Neu ist, dass das Stadion in seiner baulichen Grundstruktur zur räumlichen Basis einer neuen, ressourcenschonenden Stadtentwicklung werden kann. Unsere Pläne sehen eine modulare Baustruktur vor, die nach den Spielen umgenutzt und weiterentwickelt werden kann. So können dort Wohnungen, Büros, Kitas, Sportanlagen und im Inneren der Stadionstruktur ein zentraler Park entstehen.

    Aus den Olympischen und Paralympischen Spielen ein neues Stadtquartier zu entwickeln und ein positives Erbe zu schaffen – das ist die Idee.“

    Herbert Elfers