Lennéstraße

Deutschland, Büro,
Berlin
  • Leistungsphasen: 1 - 5, 8
  • Planungszeitraum: 2000 - 2002
  • BGF: 9.730 m2
  • Bauherr: Grundstücksverwaltungsgesellschaft Lennéstraße A4+5 mbH

Unweit des Potsdamer Platzes bilden die Häuser Lennéstraße 3 und 5 zwei eigenständige Solitäre innerhalb einer Reihe von fünf typologisch verwandten Gebäuden. Beide Projekte verbinden technische Innovation mit einer präzisen, minimalistischen Architektursprache, verfolgen dabei jedoch unterschiedliche gestalterische Ansätze.

Das zehngeschossige Haus Lennéstraße 5 zeigt seine tektonische Struktur offen: Die in die Fassade integrierten Stützen verjüngen sich nach oben, während die großflächig verglaste Nordfassade als „Fenster zum Park“ wirkt. Seine silber-metallische Materialität hebt das Gebäude von den steinernen Nachbarn ab und verleiht ihm eine elegante Leichtigkeit. Für die Fassadenentwicklung wurden Prinzipien aus dem Automobilbau adaptiert, um eine besonders hochwertige und stringente Fassadenlösung zu schaffen.

Das später entstandene Haus Lennéstraße 3 führt die Idee der gestalterischen „Entmaterialisierung“ konsequent weiter. Die vertikalen Tragwerkselemente liegen hinter der Fassade verborgen, sodass außen nur horizontale Deckenbänder und raumhohe Verglasungen sichtbar bleiben. Gemeinsam mit der Industrie wurde dafür ein eigenes Ganzglasfassadensystem ohne separate Fensterbrüstung entwickelt, das eine außergewöhnlich hohe Flächeneffizienz ermöglicht. Die abstrakte, transparente Erscheinung erinnert an minimalistische Skulpturen von Donald Judd.

Beide Gebäude stehen exemplarisch für eine Architektur, die konstruktive Präzision, technische Innovation und gestalterische Konsequenz zu einer eigenständigen architektonischen Qualität verbindet.

Das Projekt entstand im Büro CollignonArchitektur, das seit 2025 ein Teil von planquadrat Elfers Geskes Krämer ist.