WBW Mainz Heiligkreuz-Viertel

Projekte, Architektur, Wohnungsbau, Wettbewerbe,
Mainz,
  • Planungszeitraum: 2021
  • BGF: 21.326 m2

Das Konzept sieht eine klar rhythmisierte Gebäudestruktur vor: Die einzelnen Gebäude werden durch die Kubatur, die Materialität und die differenzierte Fassadengestaltung ablesbar. Ein gemeinsamer Sockel, der sich durch den strukturierten Klinker von der Fassade der Obergeschosse absetzt, bildet den gestalterischen Rahmen und schafft ein qualitätvolles Wohnumfeld und eine hochwertige Adresse. Die klare Gliederung der Gebäude ist in den Grundrissen ebenfalls deutlich ablesbar und wird zusätzlich durch die Gestaltung der Freiräume die unter dem Gebäude durchzufließen scheinen, unterstrichen.

Die Leitidee der Durchlässigkeit („Permeabilität“) war motivgebend für die Entwicklung der Konzeption: Wie einzelne Blöcke bilden die eingestellten, kleineren Wohnungen im Wechsel mit den Wohnräumen der größeren Wohneinheiten eine regelmäßige Struktur. Nach Norden und Osten bildet ein Raumzusammenhang aus Küchen, Bädern aber auch Schlaf- und Kinderzimmern einen im Grundriss ablesbaren Rücken, der nur durch die Treppenhäuser unterbrochen wird. Das Konzept beschreibt, wie sich der Weg von außen, dem Freiraum, durch die fugenartigen Treppenhäuser in die Eingangsbereiche der Wohnungen und von dort mit unmittelbarem Sichtbezug in die Wohnräume fortsetzt. Von dort fällt der Blick auf die mit Grün gestalteten Loggien und Balkone und stellt den direkten Bezug vom Innen zum Außen her. Die Gestaltung der Freiräume als eine Art Bewegung durch den Baublock, die eine mit intensiver Begrünung und einer Versickerungsfläche gestaltete Mitte umspült, unterstreicht das Konzept: Von dieser Mitte gehen die hofseitigen Hauszugänge strahlenförmig aus und unterteilen die Grünflächen in einzelne „Schollen“, die unter dem Gebäude durchzufliessen scheinen. Der beschriebene Weg der Bewohner, die gestalterische Verbindung der Freiraumformen und die Gliederung der Fassaden in offene und geschlossenen Bereiche ist die Interpretation des Begriffes „Durchlässigkeit“.

 

Projektmanagement: Holger Grobe
Team: Hannah Geskes, Nicolás Vazquez