Grüner Salon

Städtebau, Projekte, Architektur, Wohnungsbau, Stadtplanung, Bebauungsplan, Wettbewerbe,
Darmstadt
  • Leistungsphasen: 1 - 3
  • BGF: 85.000 m2
  • Bauherr: bauverein AG

 

Auf der Brachfläche des ehemaligen Darmstädter Messplatzes soll ein urbanes, nachhaltiges und lebenswertes Quartier entstehen, das ein gesamtheitliches Konzept für Klima, Mobilität und Nutzung bietet. Mit einer bewegten Blockrandbebauung erzeugt das neue Quartier eine hohe urbane Dichte, nimmt dabei jedoch Rücksicht auf Bestandsbäume und schafft optimale Kaltluftschneisen und Versickerungs- und Regenwasserrückhalteflächen für die Stadt.

Im Mittelpunkt steht der „Grüne Salon“, der mit seinen angrenzenden begrünten Fassaden und erdgeschossigen Café-, Restaurant- und Ladenflächen das kommunikative Zentrum des Quartiers bildet. Er reiht sich in eine Folge öffentlicher, baumbestandener Plätze und Freiflächen ein, die über Durchgänge in der Bebauung mit den halböffentlichen, weitgehend begrünten Innenhöfen verknüpft sind. Die extensiv begrünten Dächer des Quartiers sollen weitgehend mit PV-Anlagen ausgestattet werden.

Die Neubauten bieten Raum für einen vielfältigen Mix aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen für unterschiedliche Nutzergruppen, eine Kindertagesstätte sowie Büro- und Gewerbeflächen. Barrierefreiheit soll bei diesem Projekt über gesetzlichem Standard hinaus verwirklicht werden.

Das Mobilitätskonzept sieht ein autoarmes Viertel mit einem zentral gelegenen Mobility Hub mit einer Quartiersgarage (inkl. E-Ladesäulen und Packstation), einem Car-Sharing-Standort und einer Fahrradreparaturstation sowie mit neuen Anbindungspunkten an den ÖPNV sowie einem durchdachten System von BikeLanes und zahlreichen ebenerdigen und unteririschen Fahrradabstellplätzen (auch für Lastenräder) vor. Aufgrund der Doppelnutzung des Quartiers durch Büro und Gewerbe (nur tagsüber) und Wohnen kann die Zahl der Stellplätze reduziert werden. Oberirdisch soll es für größere Fahrzeuge ansonsten nur Stellplätze für Kurzzeitparker beziehungsweise für mobilitätseingeschränkte Personen geben.

Durch die zentrale Lage des Quartiers kann die bestehende Infrastruktur der Umgebung genutzt und somit eine Stadt der kurzen Wege realisiert werden. Die Maßnahmen des Mobilitätskonzepts – insbesondere die Bündelung des Parkraumes – ermöglichen eine hochwertigere Begrünung der nicht durch eine Tiefgarage unterbauten Höfe und bilden damit die Grundlage für das Freiflächen- und Klimakonzept des „Grünen Salons“.

 

 

Projektmanagement: Matthias Wöber, Jörn Tillmanns
Projektleitung: Matthias Wöber, Jörn Tillmanns
Team: Dominik Schnabel, Isabel van Randenborgh, Philipp Morell, Aylin Güllüoglu, Charlène Lamoure, Sina Wilhelm, Anna Voytenko, Annika Georg