Berliner Carrée

Architektur, Büro,
Darmstadt,
2016
  • Leistungsphasen: 1 - 9
  • Bauherr: Cityraum GmbH & Co. KG, Darmstadt

Das Verlagsviertel in Darmstadt entstand in der Nachkriegszeit für die „rauchlose“ Industrie. Hier befand sich auch die Druckerei „Prinovis“, deren Gebäude nach der Geschäftsaufgabe abgerissen wurden. Auf diesem Gelände zwischen Haardtring und Berliner Allee entsteht ein neues Quartier für Büro- und Wohnnutzungen, das „Berliner Carrée“. Die nötigen Stellplätze werden zentral über eine gemeinsame Tiefgarage bereitgestellt. Als Grundlage für die notwendige Bauleitplanung entwickelte planquadrat ein städtebauliches Konzept für das neue Quartier. Es sieht ein durchgrüntes Viertel mit mehreren Solitärbauten in einer offenen Baustruktur vor. Die Baustruktur fügt sich sensibel in die umgebende Bebauung ein und reagiert angemessen auf die Maßstäblichkeit, Dichte und Geschossigkeit der umgebenden Bebauung. Als städtebaulichen Akzent am Auftakt des Berliner Carrées entsteht das sogenannte „Alex“. Der fünfgeschossige Baukörper mit Staffelgeschoss bildet ein markantes Gegenüber zu den „Wella-Gebäude“ am südlichen Ende des Baublocks. Der Baukörper zeichnet sich durch eine homogene Lochfassade aus Naturstein mit farblich klar abgesetzten großzügigen Fensteröffnungen aus. So fügen sich teilweise Fensterbänder zweigeschossig zusammen und verleihen dem Baukörper damit eine vertikale Struktur, die durch unterschiedliche Fensterbreiten lebendig wird. Zwei Fassadenvor- und -rücksprünge reagieren auf die besondere städtebauliche Situation und fassen gleichzeitig den Haupteingang zu den Büros ein. Der erste Bauabschnitt soll Ende 2017 fertig gestellt sein. Im zweiten Bauabschnitt, „Marlene“, entstehen drei fünfgeschossige Zeilenbauten mit Staffelgeschoss für Wohnnutzungen, die nach Süden hin durch eine Schallschutzwand vor dem Gewerbelärm der Nachbarbebauung geschützt werden. Hier entstehen 116 barrierefrei erschlossene Wohnungen.
Im dritten Bauabschnitt wird das Quartier im Westen durch einen sechsgeschossigen, langen Winkelbau, „John“, gefasst. Neben 55 Wohneinheiten, die zum Teil sozial gefördert sind, entstehen hier Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss.
Die Fassaden des zweiten und dritten Bauabschnitts zeichnen sich ebenfalls durch homogene Lochfassaden mit vertikalen und frei platzierten Fensterbänden aus und fügen sich damit harmonisch in das Gesamtbild ein.

 

Projektleitung: Claudia Becker, Jörn Tillmanns
Team: Matthias Wöber, Franciska Bösz, Anne Giesler, Alexandra Novotny, Daniela Beck, Kathrin Bösl, Kira Kausche