Carl-Wery-Straße

Architektur, Hotel und Handel, Wettbewerbe,
München,
2016
  • Planungszeitraum: 2016 - 2017
  • Bauherr: Schimpel und Winter

Das neue Boardinghouse entlang der Carl-Wery Straße in München schafft ein Tor in Richtung Münchens Innenstadt. Zwei unterschiedlich proportionierte Baukörper bilden eine sich umfassende Figur, in deren Mitte eine Fuge entsteht. Die Fuge bildet zunächst den Eingang des Boardinghouses und entwickelt sich danach zu einem verbindenden vertikalen Luftraum. Schließlich endet die Fuge als transparenter Fitnessraum mit Blick über München bis hin zur Frauenkirche. Sie schafft damit eine visuelle Verbindung zwischen hektischer Außenwelt und inneren Ruhepol. Die Lobby im 1. Obergeschoss verbindet diese Innen- und Außenwelt.
Die Eingänge des Boardinghouses, sowie aller Läden befindet sich auf Straßenhöhe um eine gute Adressierbarkeit zu gewährleisten. Die Bewohner des Boardinghouses können sich, platzblickend auf der Terrasse aufhalten, oder geschützt, mit Blick in den Innenhof niederlassen.
Auf Materialität, Elemente und Stabilität der Architektur wurde im Hinblick auf Feng Shui folgendermaßen geachtet: Ein stabiler, auskragender Sockel aus Muschelkalk bildet das Fundament des Baukörpers. Darüber thront eine verspielte, vorgehängte Metallfassade mit verschiedenen Fassadenelementen, die sowohl das Boardinghouse, als auch das Parkdeck als Einheit umfasst. Zuletzt, befindet sich in der Fuge ein hoher, lichter Luftraum mit einem warmtönigen, pendelnden Lichtspiel. Darüber hinaus sind alle Ecken mit einem 15cm Radius abgerundet (in den Plänen wegen des zu kleinen Maßstabs, nicht erkennbar).
Das neue Studiomuc bildet sowohl tagsüber mit seiner prägnanten Architektur, als auch nachts, mit der Leuchtenden Fuge, einen skulpturalen Wegweiser und Orientierungspunkt in der Nachbarschaft.  

Projektmanagement: Holger Grobe
Projektleiter: Oliver Walkiwicz
Team: Vicky Metzen, Johannes Treibert, Philipp Klinkler