Gräselberger Gärten

Stadtplanung, Wettbewerbe,
Wiesbaden,
2014
  • Planungszeitraum: 2014
  • BGF: 27.562 m2

Aufgrund des mächtigen Autobahneinschnittes im Norden bildet das Wettbewerbsgrundstück zugleich den Abschluss des sich von Süden erstreckenden Ortsteils Wiesbaden-Biebrich. Der städtebauliche Leitgedanke entspringt dem Wunsch, einen harmonischen Anschluss an die Bestandssiedlung zu finden. Diesem Wunsch entsprechend „entwachsen“ die geplanten Reihenhausstrukturen mit fabelhafter Südorientierung aus Richtung Karawankenstraße tief in das Grundstück hinein. Dem Gedanken „gewachsenes Quartier“ folgend, war es eine weitere Maßnahme, die Gebäudefluchten mit einem seichten Schwung zu versehen.
Um ebenfalls dem kleinteiligen, eher dörflichen Kontext am östlichen Grundstücksrand zu begegnen, beginnt sich die Reihenhausstruktur dort in Einfamilienhäuser aufzulösen. Ein weiteres Thema bildet die notwendige Lärmschutzbebauung im Norden. Im Entwurf gelingt, es einzelne Punkthäuser zu einem Lärmschutzgürtel zu fügen und so über Abschnittsbildungen eine angemessene Maßstäblichkeit zu erzielen. Besonderes Augenmerk galt in der Grünflächengestaltung der Aufwertung der Lärmschutzbebauung als Freiraumelement „Vertikale Gärten“. Hierfür wurde nun der autobahnseitig bestehende Grünzug in das Gebiet geholt. Die Lärmschutzpunkthäuser werden vom Grünraum umspült, die Freiraumstrukturen vernetzen sich.